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Elternabend Betreuung


Vernissage im 3. Jahrgamg

105 Drittklässler der Müller-Guttenbrunn-Schule stellen ihre Bilder zum Thema „Just in Gold“ rund um Gustav Klimt aus.

Schüler werden zu Künstlern:

Im Rahmen einer Vernissage zeigten die 105 Drittklässler der Müller-Guttenbrunn-Schule (MGS) ihre Gemälde, die frei nach dem Wiener Jugendstilmaler Gustav Klimt (1862–1918) entstanden sind. Bekannt ist Klimt für seine Frauenporträts auf goldener Leinwand, wie das Porträt von Adele Bloch-Bauer (1907), oder auch für sein Gemälde „Der Kuss“. Unter dem Titel „Just in Gold“ malten und bastelten die Kinder ihre „Frauenporträts“ und „Lebensbäume“.

Zuvor hatten sie sich mehrere Wochen lang mit dem Werk und Leben des Malers befasst. Dabei liebten die Kinder das Spiel mit den Ornamenten und floralen Mustern.
Eröffnet wurde die Vernissage mit einem Goldregen aus Sternen und Talern, der auf alle Anwesenden in der Aula herabregnete, sowie mit der Begrüßung der Besucher durch Schulleiterin Kathrin Weber. „Der Maler Gustav Klimt hat die Phantasie der Kinder beflügelt“, erklärte sie.

Bevor Eltern, Großeltern und Angehörige die Kunstwerke der Schüler in aller Ruhe anschauten, erzählte Nina Kolbe ein russisches Märchen, das die Kinder in ihren Bildern zum Ausdruck brachten. Kolbe saß in der Mitte der Schulaula auf einem goldenen Thron und tauchte mit den kleinen Künstlern und deren Geschwisterkindern in das Märchen ein: Als ein armer Bauer in den Wald geht, um eine Tanne zu fällen, lernt er Kater Wiljiki kennen. Der schwarze Kater lebt auf der Tanne und verteidigt sein Heim. Wieder zu Hause im Holzhaus mit kaputten Fenstern, erzählt der Bauer seiner Frau von diesem Kater. Sie kennt ihn, weiß um seine Zauberkräfte und schickt ihren Mann wieder in den Wald. Sie wünscht sich ein schönes Haus, einen Stall voller Tiere. Ihre Wünsche werden immer größer. Nachdem Kater Wiljiki, den dritten Wunsch erfüllt hat, sind der Bauer und seine Frau bitterarm wie zuvor. „Ihr habt, was ihr verdient“, sagte Kater Wiljiki zu dem Ehepaar.

Kunstwerke kommen gut an
Das Ende des Märchens war der Startschuss, um die Kunstwerke anzuschauen – und diese kamen bei den Familien gut an. So sammelten sie Geld für ihre Kunstwerke ein, das den Schülern in Form von Ausflügen zugutekommt. Die Schüler hatten Klimts „Frau in Gold“ künstlerisch umgesetzt: Dabei bemalten sie den großflächigen goldenen Untergrund mit Blumenmustern, klebten der Frau eine Kette mit Goldtalern um den Hals oder nutzten als Gesicht ein Foto der Mutter oder von sich selbst.
Märchenhafte Geschichten spielten nicht nur bei der Vernissage, sondern eben auch bei der Entstehung der Bilder eine Rolle. So hörten die Schüler die Erzählungen beim Malen der Bilder im Unterricht, die die Phantasie der Drittklässler beflügelten, sodass jedes entstandene Kunstwerk – jedes Kind malte drei Bilder – einzigartig ist.